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Ingrid Annel
Glücksdrachenpech
Von Wassermännern, Drachen und Irrlichtern. Illustrationen von Marga Lenz.

Es ist noch gar nicht lange her, da teilten die Menschen der Lausitz ihr Leben mit einer großen Schar rätselhafter und unheimlicher Naturgeister. So lebten in den Seen, Teichen und Tümpeln Wassermänner, vor denen man sich besser in Acht nahm, und in den dunklen Nächten schwirrten Irrlichter umher, die manch unbedachten Wanderer ins Unglück stürzten.

Der Erfinder des Apfelweins

Der Erfinder des Apfelweins

Karl Wilhelm Ferdinand Enslin

Karl Wilhelm Ferdinand Enslin (1819-1875) fasste zunächst den Plan, historische Aufsätze über seine Heimatstadt Frankfurt zusammenzutragen und zu verfassen, welche die historischen Gegebenheiten der Stadt bekannt machen und Liebe zu seiner Vaterstadt hervorrufen sollten. Bald aber entwickelte sich das Buch durch Recherchen und seine Sammeltätigkeit zu einer Sammlung von hauptsächlich Sagen, Anekdoten, Liedern und Überlieferungen über die Stadt am Main.
Anna Hein
 
 

Der Erfinder des Apfelweins

Ein Sachsenhäuser geht mit seinem Sohn über die Mainbrücke, auf welcher das Denkmal Karls des Großen steht.
In der rechten Hand hat Karl ein Schwert und in der linken den Reichsapfel.
Des Sachsenhäusers Sohn beguckt den steinernen Mann rechts und links und fragt endlich den Vater: „Warum steht denn der Mann da?"
Der Vater antwortet: „Dumm Dos, waaßt de dann des net! Siehst de net, daß er en Abbel in der Hand het! Des ist der Erfinner vom Äbbelwein!"

Anmerkung: Karl der Große war übrigens wirklich der Verbreiter des Cidre (Apfelmostes) in deutschen Gauen.

 

 

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Textquelle: Karl Enslin: Frankfurter Sagenbuch. Sagen und sagenhafte Geschichten aus Frankfurt am Main. Neue Ausgabe. Frankfurt a. M., H. L. Brönner 1861, S. 224.

Bildquelle: Eva K. on Commons / Eva K. on German Wikipedia "Apfelwein nach Frankfurter Art - Bembel (aus Lauterbach in Hessen) und Geripptes". Bild ist unter der GNU Lizenz für freie Dokumention (GFDL) und der CreativeCommons (CC) lizensiert, Wikimedia Commons