Frankfurt-Lese

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Unser Leseangebot

Das Kräuterweib vom Hexenberg, Band 2

Bedeutung und Anwendung von Heil- und Gewürzpflanzen

Diese übersichliche kleine Broschüre vermittelt althergebrachtes Wissen um die Zubereitung und Wirkung hiesiger Kräuter und Heilpflanzen.

Wie schon im ersten Heft sind hier Tipps für die Herstellung eigener Hausmittelchen gegen allerhand Alltagszipperlein, wie Erkältungen, Husten, Rheumaschmerzen, Insektenstiche, Nervenleiden oder Hautprobleme gesammelt.

Frankfurt-Gedicht

Frankfurt-Gedicht

Friedrich Stoltze

Nichts geht über Frankfurt: Diese Botschaft lässt sich aus dem Heimatgedicht von Friedrich Stoltze herauslesen, der offenbar nicht ohne stolz ein waschechter Frankfurter war. Der Mundartdichter kann sich überhaupt nicht erklären, warum jemand nicht aus „Frankfort“ stammen kann, wo doch seine Heimatstadt für ihn die schönste Stadt überhaupt ist. Der mundartliche Flair wird durch einen charmanten Humor abgerundet.

Carolin Eberhardt

 

Es is kaa Stadt uff der weite Welt,

die so merr wie mei Frankfort gefällt,

un es will merr net in mein Kopp enei,

wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!

 

Un wär’sch e Engel un Sonnekalb,

e Fremder is immer von außerhalb!

Der beste Mensch is e Ärjeniss,

wann er net aach von Frankfort is.

 

Was is des Ofebach for e Stadt!

Die hawe’s ganz in der Näh gehat

Un hawe’s verbasst von Aabeginn,

dass se net aach von Frankfort sin.

 

Di Bockemer hawe weiter geblickt,

die hawe mit uns zusammengerickt;

die Bernemer awer warn aach net dumm,

die gawe sogar e Milljon dadrum!

 

E Mädche von hie, deß en Fremde nimmt,

deß hat en for was Höher‘sch bestimmt;

es mecht en von Hie, un er waaß net wie,

e Eigeplackter is immer von hie.

 

E Mädche von drauß, wann noch so fei,

dut immer doch net von Frankfort sei!

Doch nimmt se en hiesige Berjerschsoh,

so hat se aach noch die Ehr derrvo.

 

Des Berjerrecht in den letzte Jahrn

Is freilich ebbes billiger warn;

Der Wohlstadt awwer erhält sich doch,

dann alles anner is deuer noch.

 

So steuern merr frehlich uff’s Tonerfest!

Bald komme se aa von Ost und West,

von Nord un Süd un iwwer die Meern:

Gut Heil! Als ob se von Frankfort wärn.

 

Un wann se bei uns sich amesieren,

dann werrd se der Abschied doppelt tihrn

un gewe merr recht un stimme mit ei:

wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!

 

 

*****

Vorschaubild: Luftschiffbild des ältesten Teils der Altstadt (1911), Urheber: Carl Sauerwein via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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