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Elisabeth Kantzenbach
Alias Umrisse des Lebensbildes von Nelly Dix-Thaesler genannt Nelly Alias Dix (1923-1955)

Kantzenbach hat das kurze Leben der Künstlerin Nelly Alias Dix, Tochter von Otto Dix, ausführlich recherchiert und spannend aufgearbeitet. Die Darstellung ist bisher die einzige ihrer Art und beleuchtet die verschiedenen Lebensabschnitte ausführlich. Familienfotos und Farbabbildungen der Kunstwerke Nelly Dix begleiten die Biografie.

Maria Sibylla Merian

Maria Sibylla Merian

Luise Knoll

Metamorphosis insectorum Surinamensium

 

Maria Sibylla Merian ist 1647 in Frankfurt am Main geboren.
Sie gilt als eine berühmte Naturforscherin und Künstlerin des 17./18. Jahrhunderts, die eine große Sammlung von Kupferstichen anfertigte, sowie dazugehörige Texte schrieb. Das berühmte Werk „Metamorphosis insectorum Surinamensium" beschreibt Lebenszyklen von Insekten in der damals niederländischen Kolonie Surinam. Aufgrund ihrer detaillierten Beobachtungen und exakten Darstellungen der Metamorphose der Schmetterlinge gilt Merian bis heute als Wegbereiterin der modernen Insektenkunde.

In jungen Jahren züchtet sie schon einheimische Arten. Bei der Beobachtung steigt ihre Neugier ins Unermessliche. Der Vorgang einer Schmetterlingsmetamorphose - vom Ei über die Larve zur Puppe und anschließend zum ausgewachsenen Schmetterling - ist zu dieser Zeit noch unbekannt.

Unzählige, offene Fragen will Merian erforschen. Deshalb unternimmt sie im Jahr 1699 eine Entdeckungsreise nach Südamerika mit ihrer jüngsten Tochter Dorothea. Der Staat in Südamerika Surinam grenzt im Norden an den Atlantik, im Osten an Französisch-Guayana, im Süden an Brasilien und im Westen an Guyana. Surinam ist bis 1975 eine niederländische Kolonie in Südamerika.  

In dieser Zeit lassen dort weiße Plantagenbesitzer ihre Sklaven Zuckerrohr anbauen. Im Landesinneren erstrecken sich fast undurchdringliche Urwälder. Mutter und Tochter leben die meiste Zeit bei Labadisten, einer frühpietistischen Gemeinde in der Siedlung Providence. In den frühen Morgenstunden werden sie von Einheimischen auf schwer begehbaren Buschpfaden in die Wälder begleitet, um Insekten auf ihren jeweiligen Wirtspflanzen zu beobachten und zu sammeln. Aufgrund der exotischen Vielfalt erweitern sie ihr ursprüngliches Forschungsprogramm deutlich aus. Am Abend werden die Funde präpariert und gezeichnet. Das feuchtheiße Klima zwang zu schneller Auswertung aller Objekte, die nicht konserviert werden konnten. In Surinam bleiben sie zwei Jahre, bis Maria Sibylla Merian an Malaria erkrankt. Aus diesem Grund reisen Mutter und Tochter wieder nach Amsterdam. In ihrer Heimat wertet Merinam ihre Forschungsarbeiten weiterhin aus und setzt ihre Arbeit am Buch „Metamorphosis insectorum Surinamensium" fort. 1705 erscheint das erste weltberühmte Werk über die Naturgeschichte Surinams mit 60 großformatigen, grandiosen Kupferstichen und detaillierten Textausführungen.

Goethe äußerte sich zum wissenschaftlichen Werk, dass sich Merian „in ihren Darstellungen zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Naturbeschauung und mahlerischen Zwecken hin und her bewegte".

Das Buch erscheint in einer Zeit, in welcher Insekten ein unberührtes und mit Aberglauben verbundenes Thema sind. Diese „Buttervögel" verkörpern angeblich verzauberte Hexen. 

Maria Sibylla Merian überwindet diese Schranken und deckt viele unbeantwortete Naturforschungsfragen auf. Am 13. Januar 1717 stirbt diese bedeutungsvolle Frau in Amsterdam. 

Metamorphosis insectorum Surinamensium

Metamorphosis insectorum Surinamensium VIMetamorphosis insectorum Surinamensium XXVIIMetamorphosis insectorum Surinamensium LXMetamorphosis insectorum Surinamensium XXIIIMetamorphosis insectorum Surinamensium XLVIII

 

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Bildquellen:
Jacobus Houbraken: Porträt von Maria Sibylla Merian, ca. 1700; gemeinfrei, wikipedia
Titelseite: Metamorphosis insectorum Surinamensium, 1705; gemeibfre, wikipedia
Kupferstiche aus Metamorphosis insectorum Surinamensium, 1705; gemeinfrei, wikipedia

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