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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Nikolaikirche

Nikolaikirche

Mia Brettschneider

Mitten auf dem Römer steht die frühgotische Nikolaikirche. Im 12. Jahrhunderts wurde sie wahrscheinlich auf den Resten einer romanischen Kapelle des 11./12. Jahrhunderts mit quadratischem Grundriss gebaut. Vielleicht war diese Kapelle einst der ursprüngliche Ort für die Gottesdienste der Kaiserpfalz. Im 13. Jahrhundert wurde die Kirche umgebaut: ein Turm wurde errichtet, Chor und Langhaus wurden erweitert. Sie diente als Hofkirche und der Kaplan wurde vom König selbst ernannt.

Im 15. Jahrhundert wurden der Nikolaikirche neue Aufgaben zu Teil: Sie war vor allem für die städtische Almosenhilfe zuständig und nimmt auch seit der Zeit als Ratskirche bekannt. Allerdings wurde das Gotteshaus im Zuge der Reformation geschlossen und als Lagerhaus verwendet.

Seit dem frühen 18. Jahrhundert erfuhr die Alte Nikolaikirche zahlreiche Renovierungen, Öffnungen und Schließungen. Zeitweise wurde sie als Garnisons- und Nebenkirche, dann wiederum als Lagerplatz genutzt.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie allerdings rasch wieder aufgebaut. Bereits 1949 war die Nikolaikirche wieder neu hergerichtet und wurde an die evangelische Paulsgemeinde der Stadt Frankfurt angegliedert. Ende der 1980er und Beginn der 1990er Jahre erfuhr die Kirche eine erneute, umfassende Renovierung und bekam eine neue Orgel.

An der Außenfassade der Alten Nikolaikirche haben sich gotische Sandsteinskulpturen erhalten, auch das Tympanon (Feld über dem Türsturz) „St. Nikolaus" ist sehenswert. Im Innenraum finden sich ebenfalls mittelalterliche Grabmäler und die Plastik „Schmerzensmann" (um1370). 

 

 

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Fotos: Mia Brettschneider

 

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