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B-Z! Das ist nett! (Teil 2)

Dresdner Schrift-Sprach-Erwerb - 3. Heft

Anne Volkmann und Annett Zilger

Arbeitsheft zum Schreibenlernen

Das Arbeitsheft beinhaltet die Erarbeitung und Positionsanalyse aller noch fehlenden Konsonanten. Diese werden in Silben, Wörtern und Texten gelesen und geschrieben

Volkspark Niddatal (Niddapark)

Volkspark Niddatal (Niddapark)

Sabine Gruber

Die Stadt Frankfurt verfügt nicht nur über eine beachtliche Zahl von Hochhäusern, sondern auch über zahlreiche öffentliche Grünflächen. Fast jeder Frankfurter Stadtteil kann einen oder mehrere Parks vorweisen. Ein Park, der zu mehreren Stadtteilen gehört und über 100 Hektar groß ist, ist aber selbst für Frankfurter Verhältnisse ungewöhnlich. Dass der Volkspark Niddatal, der häufig auch mit seiner Kurzform als „Niddapark“ bezeichnet wird, so groß ist, hat unter anderem mit seiner Geschichte zu tun, denn er ist das Ergebnis unterschiedlicher, teils realisierter, teils nicht realisierter Projekte aus mehreren Jahrzehnten der Frankfurter Stadtgeschichte.

Am Anfang der Planungen stand im Jahr 1914 die Idee, bei den Niddaauen im Nordwesten Frankfurts einen geräumigen Freizeitpark anzulegen. Verwirklicht wurde von den Plänen zunächst jedoch nichts. Nach der Begradigung des Niddaflusses während der zwanziger Jahre wurde das eigentlich als Park vorgesehene Gelände vielmehr landwirtschaftlich genutzt oder es lag brach. Die alte Idee, einen Park einzurichten, wurde erst wieder aufgegriffen als Frankfurt sich erfolgreich für die Ausrichtung der Bundesgartenschau 1969 beworben hatte. Das ursprünglich für den Park vorgesehene Gelände sollte jetzt als Gelände für die Bundesgartenschau genutzt werden. Nachdem erste Arbeiten zur Realisierung des Parkprojekts begonnen hatten, zog sich die Stadt jedoch aus finanziellen Gründen aus dem Projekt zurück und die Bundesgartenschau 1969 fand nicht in Frankfurt, sondern in Dortmund statt. Die Parkpläne verschwanden zunächst erneut in den Schubladen, aus denen sie gerade erst hervorgeholt worden waren. Auf einem Teil des Gebietes westlich des Ginnheimer Wäldchens wurden immerhin Gehege für in großen Herden lebende Tiere aus dem Frankfurter Zoo eingerichtet, um den räumlich eng begrenzten Zoo zu entlasten und den Tieren mehr Auslauf zu ermöglichen. Die alten Parkpläne wurden erst wieder aktuell, als sich Frankfurt Ende der 70er Jahre erneut – und wieder erfolgreich – für die Bundesgartenschau 1989 bewarb. Den mit der Bewerbung verknüpften bundesweiten Ideenwettbewerb gewann der Berliner Architekt Norfried Pohl (1943-2020).

Im Jahr 1984 begannen die Arbeiten. Bei der Anlage des Geländes verfolgte man von Anfang an eine doppelte Strategie: endlich den schon so lange geplanten, jedoch nie verwirklichten Niddapark zu realisieren und ihn mit dem Gartenschau-Gelände zu verbinden. Dieses wurde so angelegt, dass ein unproblematischer Rückbau der temporären Einrichtungen jederzeit möglich war. Von der Bundesgartenschau sind deshalb nur einige wenige Elemente wie die Lindenallee und der Wasserspielplatz im Osten bis heute erhalten geblieben. Ein größerer Teil des Geländes wurde umgebaut und neu bepflanzt. Im Jahr 1990 wurde der neue Park eröffnet.

Der heutige Volkspark Niddatal gehört anteilig zu den Stadtteilen Praunheim, Ginnheim, Bockenheim und Hausen. Es handelt sich um einen 144 Hektar großen naturnahen Landschaftspark, der zum Frankfurter „GrünGürtel“ gehört. Den größten Teil des Parks bilden die im Zentrum gelegenen großen Wiesenflächen. Es gibt aber auch 47 Hektar Wald. Das umfangreiche, in den Jahren 2007 bis 2015 erneuerte Wegenetz ist insgesamt 24 Kilometer lang. Während Spaziergängen durch den Park bieten sich oft kontrastreiche Ausblicke vom idyllischen Parkgelände auf die von dort aus zum Teil gut sichtbare und für Frankfurt so typische Hochhausarchitektur. Der noch aus Zeiten der Bundesgartenschau verbliebene Wasserspielplatz im Osten des Parks wird ergänzt durch zwei weitere in unmittelbarer Nähe gelegene Spielplätze, darunter ein Abenteuerspielplatz. Um Besucherinnen und Besuchern einen ungestörten Naturgenuss zu ermöglichen, werden Radfahrende gebeten, im Park Schritttempo zu fahren. Die Parkordnung sieht unter anderem vor, Hunde auf den befestigten Wegen an der Leine zu führen, und verbietet auf den Liegewiesen Ballspiele. Im Zentrum des Parks gibt es eine große Hundefreilauffläche. Der Volkspark Niddatal ist nicht nur der größte, sondern auch der am meisten besuchte Frankfurter Park. Mit der U-Bahnlinie 1 ist er von der Innenstadt aus auf direktem Weg erreichbar. Der nordöstliche Parkausgang führt über die Römerbrücke zur bekannten, von Ernst May (1886-1970) geplanten Siedlung Römerstadt.

 

Adressen

 

Niddapark

60488 Frankfurt a. M.

 

Wasserspielplatz

Am Ginnheimer Wäldchen 3

60431 Frankfurt am Main

 

*****

Textquellen

Frankfurt-Lexikon: Mit einem Stadtplan herausgegeben von Waldemar Kramer. Sechste, neubearbeitete Ausgabe, Frankfurt a. M., 1973.

Vennebusch, Thekla; Rehn, Margit-Rosa: Rhein-Main-Gebiet auf vier Pfoten: Tipps und Adressen für das Leben mit Hund in der Stadt, o. O., 2004.

Viedebantt, Klaus; Pansegrau, Erhard: Frankfurt, München, 1988.

Schautafel am Volkspark Niddatal, Grünflächenamt, Stadt Frankfurt am Main.

>https://de.wikipedia.org/wiki/Niddapark< abgerufen am 07.12.2023.

>https://de.wikipedia.org/wiki/Norfried_Pohl< abgerufen am 07.12.2023.

>https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgartenschau_1989< abgerufen am 07.12.2023.

>https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/orte/parks/parks-von-a-bis-z/volkspark-nidda< abgerufen am 07.12.2023.

>https://www.ich-geh-wandern.de/volkspark-niddatal-frankfurt-am-main< abgerufen am 07.12.2023.

>https://www.krfrm.de/krfrm/interaktive-karte/volkspark-niddatal-frankfurt-am-main< abgerufen am 07.12.2023.

 

Textquellen:

Vorschaubild: FFM Niddapark (4), 2019, Urheber: Nadi2018 via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

Ffm Niddpark Ideenwettbewerb 1982, 1. Preis, 1981, Urheber: Norfried Pohl via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

Ffm Niddpark, Wisente 1981 01, Urheber: Norfried Pohl via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

Rutschbahn1, 2008, Urheber: Peng via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

 

 

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